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Das Vorhaben/ Projekt „berufundfamilie“ wird im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestalten“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Die Familienpflegezeit - Erklärfilm

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Mit diesem international einzigartigen Instrument können Unternehmen ihr Familienbewusstsein messen
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Arbeitgeber übersehen weiterhin die personalpolitische Brisanz des Themas Pflege

Neue Umfrage der berufundfamilie gGmbH zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
Stufenplan bietet Arbeitgebern Unterstützung für eine pflegegerechte Personalpolitik

Frankfurt am Main, 20. November 2014. Nur jeder zweite Arbeitgeber hat sich bislang mit dem Thema 'Vereinbarkeit von Beruf und Pflege' beschäftigt. Nicht einmal ein Drittel bietet nach eigenen Angaben pflegegerechte Maßnahmen an. Bei den Beschäftigten kommt dieses geringe Angebot zudem kaum an: Lediglich 17 % der Beschäftigten bestätigen, dass ihr Arbeitgeber betriebliche Lösungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege anbietet. Diese Lücke und eine weiterhin mangelnde Bereitschaft der Arbeitgeber in diesem Themenfeld aktiv zu werden, deckt die neue Befragung 'Beruf und Pflege' auf.

Als Grund, sich nicht stärker im Themenfeld Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu engagieren, geben 65 % der Arbeitgeber an, dass die Notwendigkeit für betriebliches Handeln erst in ein paar Jahren bestehen wird, wenn die Zahl Pflegebedürftiger weiter zugenommen hat. Stefan Becker, Geschäftsführer der berufundfamilie gGmbH, warnt: 'Mit dieser Haltung verpassen Arbeitgeber eine wichtige Chance, sich rechtzeitig für die Zukunft aufzustellen. Zwei von drei Beschäftigten (69 %) rechnen damit, dass sie künftig einen Angehörigen pflegen werden. Wenn sie keine betriebliche Unterstützung erhalten, wird sich ein nicht unerheblicher Teil dazu entschließen müssen, ihr berufliches Engagement einzuschränken oder sogar ganz aufzugeben. Der personalpolitische Druck wird angesichts des steigenden Fachkräftemangels durch das Pflegethema also unweigerlich und rasant ansteigen.'

 

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Stufenplan 'Beruf und Pflege'

Wie lassen sich die Pflege von Angehörigen und die berufliche Tätigkeit miteinander vereinbaren?
Beim Thema 'Pflegegerechte Personalpolitik' tut sich die Mehrzahl der Arbeitgeber noch schwer. Viele wissen nicht, mit welchen Maßnahmen sie ansetzen sollen. Der von der berufundfamilie gGmbH entwickelte Stufenplan zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege dient Arbeitgebern als praktisches Hilfetool beim Einstieg in das Thema. In vier strategisch aufeinander aufbauenden Stufen listet er über 80 mögliche Maßnahmen, die häufig nur eines geringen Aufwands und geringer Kosten bedürfen.


Vereinbarkeit von Beruf und Pflege Schritt für Schritt

Erste grundlegende Schritte, die helfen, die innerbetriebliche Hemmschwelle deutlich zu senken, bilden Maßnahmen zur Aufklärung und Enttabuisierung

(Stufe 1). Dazu zählen u. a. eine Altersstrukturanalyse und die Sensibilisierung der Führungskräfte für die Thematik.

Auf der zweiten Stufe können erste konkrete Hilfestellungen angeboten werden. Hierzu gehören beispielsweise eine familiengerechte Terminorganisation und Seminare für Pflegende.

Die Erhaltung der Leistungsfähigkeit der Beschäftigten (Stufe 3) kann mit weiterführenden Lösungen anvisiert werden. Angeboten werden können u.a. Unterstützung bei der Bewältigung der 'Pflegebürokratie', alternierende Telearbeit in Notfallen oder auch gesundheitsfördernde Maßnahmen.

Auf der vierten Stufe geht es darum eine pflegegerechte Unternehmenskultur zu leben. Dazu können Maßnahmen, wie ehemalige Pflegende als Mentoren für Betroffene zu gewinnen bzw. finanzielle Unterstützung im Pflegefall zu leisten, maßgeblich beitragen.

 

Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

Das Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“ nimmt stetig an Bedeutung zu: Bis zum Jahr 2030 wird mit 3,4 Mio. Pflegebedürftigen zu rechnen sein. Diese Entwicklung wird ein nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Arbeitswelt haben, denn Beschäftigten, die gleichzeitig Beruf- und Pflegeaufgaben gerecht werden möchten, sind einer täglichen Zerreißprobe ausgesetzt. Bei der Ausbalancierung beider Bereiche benötigen pflegende Angehörige dringend Unterstützung. Und dennoch ist es nicht ungewöhnlich, dass sie sich trotz der Mehrfachbelastung nicht im Betrieb zu erkennen geben. Denn anders als die Betreuung von Kindern, ist die Pflege von Angehörigen ein Thema, das mit Zurückhaltung und Befangenheit verbunden ist.


Für eine Unternehmenskultur, in der Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege umgesetzt und gelebt werden, ist es allerdings unabdingbar, dass das Thema enttabuisiert wird. Bilder können dabei eine wichtige Rolle spielen: Sie können Vorurteile abbauen und neue Blickwinkel zulassen. Bilder schaffen Sichtbarkeit und können Anlässe bieten, über das Thema zu sprechen. Vor diesem Hintergrund hat sich die berufundfamilie gGmbH die Aufgabe gestellt, Motive zu gestalten, die eine positive Aufmerksamkeit für die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege erzeugen und gleichermaßen ein realistisches Bild von der Situation pflegender Beschäftigter zeigen. Die insgesamt 51 Fotos zum Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“ finden Sie hier:                                                                                         

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Vereinbarkeit von Beruf und Familie – Woran Arbeitgeber scheitern und was Erfolge bringt
Umfrage der berufundfamilie gGmbH zeigt, was alle Betriebe von Krankenhäusern lernen können

Frankfurt am Main, 7. Mai 2013. Der Fachkräftemangel hat in einigen Branchen heute bereits eine existenzbedrohliche Dimension erreicht – so auch bei deutschen Krankenhäusern. Die berufundfamilie gGmbH – eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – hat mit einer von der Prognos AG durchgeführten, repräsentativen Umfrage 150 deutsche Krankenhäuser nach ihren aktuellen sowie zukünftig erwarteten Problemen bei der Stellenbesetzung, der Bedeutung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie für die Bekämpfung des Fachkräftemangels, ihren familienbewussten Aktivitäten sowie den Hürden und Blockaden dabei befragt. Die Ergebnisanalyse weist nicht nur den Weg für Kliniken, sondern liefert wichtige Erkenntnisse für alle Arbeitgeber: Woran scheitern ihre familienbewussten Bemühungen, was bringt Erfolge?

Antworten auf diese und weitere Fragen geben Stefan Becker, berufundfamilie gGmbH sowie Paul Neuhäuser und Dr. med. Günter R. Clausen, St Augustinus-Kliniken gGmbH.

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Eltern-Kind-Arbeitszimmer – die praktikable Notfalllösung

Die Ferienzeit ist für Beschäftigte wie für Arbeitgeber eine besonders herausfordernde Zeit. Berufstätige Eltern sind oftmals auf ein Ferienbetreuungsangebot für ihre Kinder angewiesen. Viele Arbeitgeber wissen dies bereits durch hauseigene Ferienbetreuungsmaßnahmen zu bieten. Doch oft können Kinder auch hier nicht wie geplant betreut oder untergebracht werden. Dann muss eine gute Notfalllösung her – wie zum Beispiel das Eltern-Kind-Arbeitszimmer

Das Eltern-Kind-Arbeitszimmer ist ein Angebot für Beschäftigte mit Kindern, die einer Bürotätigkeit nachgehen. Es bietet ihnen die Möglichkeit, in Notfällen ihr Kleinkind oder ihr heranwachsendes Kind mit zur Arbeitsstelle zu bringen und dort selbst für die Betreuung zu sorgen. Diese Maßnahme ist besonders attraktiv, denn sie lässt sich relativ leicht zur Verfügung stellen. Wie, können Sie den aktuellen Newsletter der berufundfamilie entnehmen.

Bundesfamilienministerium startet Förderprogramm Betriebliche Kinderbetreuung

Unternehmen können seit dem 30. November 2012 an dem neuen Förderprogramm Betriebliche Kinderbetreuung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend teilnehmen. Dabei erhalten Arbeitgeber einen Zuschuss, wenn sie neue, betriebliche Kinderbetreuungsplätze einrichten. Damit leistet das Bundesfamilienministerium einen weiteren Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Deutschland.

Pflegesensibile Personalpolitik - Tools für Arbeitgeber

Spezielle Materialien, die Arbeitgeber konkrete Unterstuetzung bei der Einfuehrung und Umsetzung einer pflegesensiblen Personalpolitik geben:

  • Mit dem Schnelltest Beruf und Pflege »10 Fragen zur Standortbestimmung« koennen Arbeitgeber pruefen, welche Relevanz das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege für ihren Betrieb hat.
  • Der Stufenplan Beruf und Pflege dient als Uebersicht zur
    systematischen Entwicklung einer pflegesensiblen Personalpolitik und nennt geeignete Massnahmen, die pflegende Beschaeftigte wirksam unterstuetzen koennen. 
  • Massnahmen-Checkliste: Liste der Massnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
    Die berufundfamilie gGmbH hat ueber 130 Einzelmassnahmen
    zusammengetragen, die eingesetzt werden koennen um die Handlungsfaehigkeit von Pflegenden zu staerken, bzw. um Pflegenden Zeit und Spielraum in einer Pflegesituation zu ermoeglichen.
  • Publikation 'Eltern pflegen': Die Publikation der berufundfamilie gGmbH mit dem Titel 'Eltern pflegen' widmet sich der Fragestellung, was Arbeitgeber tun koennen, wenn ihre Beschaeftigten Angehoerige pflegen.

Familienbewusste Personalpolitik im Blick

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist und bleibt ein zentrales gesellschaftliches wie politisches Thema - auch am Jahresende.

Einige der aktuellen Entwicklungen und Neuigkeiten haben wir im Folgenden fuer Sie zusammengefasst.

 

 

berufundfamilie News - April 2012

Zeit für Familie« – der 8. Familienbericht

Am 14. März 2012 legte das Bundeskabinett dem Bundestag den 8. Familienbericht zum Thema »Zeit für Familie. Familienzeitpolitik als Chance einer nachhaltigen Familienpolitik« vor. Dieser wurde von einer unabhängigen Sachverständigenkommission unter Leitung von Prof. Dr. Gregor Thüsing erarbeitet. Die Sachverständigenkommission sieht vier zentrale Handlungsfelder vor, über die die notwendigen zeitlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Familien geschaffen werden sollen:

Zeitsouveränität erhöhen
Menschen stärker über die eigene Verwendung der Zeit entscheiden lassen.

Zeitsynchronisation verbessern
Unterschiedliche Zeitstrukturen aufeinander abstimmen. Dazu zählen u. a. Arbeitszeiten, Öffnungszeiten von Betreuungs- und Bildungseinrichtungen oder Behörden.

Zeitumverteilung ermöglichen
Die sich unterscheidenden Zeitressourcen von Menschen in verschiedenen Lebensphasen (z.B. junge Eltern bzw. Menschen im Ruhestand) umverteilen.

Zeitkompetenzen erhöhen
Beratung von Eltern, wie sich ein gutes Zeitmanagement in der Familie umsetzen lässt.

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