Aktuelles

17. Zertifikatsverleihung

"Familienbewusstsein ist Chefsache" lautete der Titel des Rahmenprogramms der diesjährigen Zertifikatsverleihung. Diese fand am 29.06.2015 in Berlin von 10:15 Uhr bis 16:15 Uhr statt und stand unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel.
294 Arbeitgeber aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichem Dienst wurden für ihr Engagement für eine familien- und lebensphasenbewusste Arbeitswelt und familiengerechte Studienbedingungen ausgezeichnet.

 

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier

Neues im Mai

Der Mai macht vielleicht nicht alles neu, aber einige Neuigkeiten steuert auch gern unser aktueller Newsletter dazu bei:


  • mit einem kleinen Ausblick auf die 17. Zertifikatsverleihung der berufundfamilie
  • mit einem erweitertem Angebot, das in drei weiteren Bundesländern die Qualifizierung von Pflege-Guides ermöglicht
  • mit prämierten Tipps für Arbeitgeber bei der Übergangsgestaltung in der neuen Broschüre »Arbeit und Alter«.

Aktionstag 2015: „Mehr Partnerschaftlichkeit – ein Plus für die ganze Familie

Rund um den 15. Mai, den Internationalen Tag der Familie, machen die Lokalen Bündnisse für Familie regelmäßig auf ihre Arbeit aufmerksam. Im Mittelpunkt des Aktionstages 2015 steht die partnerschaftliche Aufgabenteilung bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Lokale Bündnisse setzen sich vor Ort dafür ein, dass Familien gut leben können – sie stärken familienorientierte Lebens- und Arbeitsbedingungen und schaffen Angebote, die bei der partnerschaftlichen Vereinbarkeit von Familien- und Berufsleben unterstützen. Unter dem Motto „Mehr Partnerschaftlichkeit – ein Plus für die ganze Familie“ zeigen die Lokalen Bündnisse und ihre Partner in ganz Deutschland, welche Lösungen, Projekte und Angebote sie umsetzen und bereitstellen. 

Die Aktions-Karte gibt einen Überblick, an welchen Standorten in Deutschland Veranstaltungen stattfinden.
http://www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de/aktionstag-2015/aktions-karte.html

Themen, bei denen sich Aufmerksamkeit rechnet

Es gibt Themen, die bewegen, und es gibt solche, die bewegen und darüber hinaus Chancen eröffnen. Zu letzteren zählen aus personalpolitischer Sicht eindeutig die Themen, mit denen sich die berufundfamilie gGmbH Ende 2014 verstärkt auseinandergesetzt hat.

Dieser Newsletter fasst die Highlights zusammen.

  • CSR – Verantwortungsvoller Umgang mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • KMUs – Warum und wie der Mittelstand von der Vereinbarkeit profitieren kann
  • Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
  • Arbeit und Alter

Verantwortungsvoller Umgang mit dem Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Corporate Social Responsibility, kurz CSR, wird häufig mit ökologischer Verantwortung produzierender Unternehmen oder auch dem verantwortungsvollen Umgang mit Stakeholdern assoziiert. Doch verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln zeigt sich auch in den Beziehungen zu den Beschäftigten. Arbeitgeber sind in der Verantwortung, einen Ausgleich zwischen dem wirtschaftlichen Interesse des Betriebs und den Wünschen der Belegschaft zu schaffen. Heutzutage ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein essentielles Bedürfnis für viele Beschäftigte. Aber auch aus gesamtgesellschaftlicher Sicht ist das Fördern der Vereinbarkeit von Interesse. Denn die Wirtschaft in Deutschland wird in Zukunft noch weniger als heute auf das Arbeitskräftepotenzial von Männern wie von Frauen verzichten können. Erschwerend kommt hinzu, dass die Wirtschaft hinsichtlich des Fachkräftemangels zukünftig mehr denn je das Potenzial derer in den Blick nehmen muss, die entweder nicht in der Arbeitswelt aktiv bzw. bereits ausgeschieden sind. CSR in Form einer familienbewussten Personalpolitik stellt einen wesentlichen Beitrag dazu dar, diese Potenziale zu nutzen. Sie ist daher eine betriebliche Notwendigkeit und kein Selbstzweck.

Chancen einer familienbewussten Personalpolitik in KMUs

99,6 % aller Unternehmen zählten im Jahr 2012 zu den KMUs, also Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen. Dabei dominierten die Kleinstunternehmen (0–9 Beschäftigte) mit einem Anteil von 90,1 %. Sechs von zehn aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten waren in KMUs tätig. Das sind fast 16 Mio. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Ihren besonderen Stellenwert untermauern KMUs aber auch durch folgendes: Sie bilden 84 % der Auszubildenden aus, ihr Umsatz ist deutlich größer als der der 30 DAX-Unternehmen und sie zählen zu den Unternehmen mit der größten Innovationskraft in Europa. Dennoch stehen KMUs vor Problemen:

  • Der Fachkräftemangel setzt ihnen zu. Sie haben Schwierigkeiten, geeignete neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden.
  • Sie bangen um ihre Konkurrenzfähigkeit im Wettbewerb um Talente.
  • Auch die Sicherung von Fachkräften fällt zunehmend schwer.
  • Der schlagartige Renteneintritt mit 63 erhöht die Personalsorgen.


Die vorliegende Publikation zeigt, welchen Herausforderungen KMUs ausgesetzt sind und welches Potenzial in einer familienbewussten Personalpolitik für deren Bewältigung steckt.

Besondere Herausforderung Hochschule:
Familiengerechte Arbeits- und Studienbedingungen

Mit Beginn des Wintersemesters sind an rund 430 deutschen Hochschulen Beschäftigte und Studierende erneut gefordert, konkrete Lösungen und Wege zu finden, mit denen sie ihren Beruf bzw. ihr Studium mit familiären Verpflichtungen in Einklang bringen können.

Die Bereiche »Studium, Forschung, Lehre« und »Familiengründung oder Betreuung von Familienangehörigen« stehen sich dabei doch meist gegenüber. Warum das eine das andere nicht ausschließen muss und warum die Vereinbarkeit in der Hochschullandschaft ein Querschnittsthema ist, zeigt dieser Newsletter.

Preisverleihung des Ideenwettbewerbs 'Arbeit und Alter'

Können es sich Arbeitswelt und Gesellschaft weiterhin leisten, ältere Beschäftigte abrupt in die Rente zu schicken? „Nein“ lautet die entschiedene Antwort der berufundfamilie gGmbH.

In den nächsten 15 Jahren erreichen mit den Baby-Boomern rund 20. Mio. Menschen das Renteneintrittsalter. Den Arbeitgebern muss daran gelegen sein, dem damit einhergehenden schlagartigen Verlust von Wissen und Kompetenzen mit betrieblichen Lösungen entgegenzuwirken.

Mit dem von der berufundfamilie gGmbH erstmals ausgeschriebenen Ideenwettbewerb „Arbeit und Alter“ werden Arbeitgeber ausgezeichnet, die mit konkreten betrieblichen Vorhaben neue Wege bei der Flexibilisierung des Übergangs von der Erwerbsarbeit in die Rente gehen. 

Weitere Informationen über die Preisverleihung des Ideenwettbewerbs „Arbeit und Alter“

Arbeitgeber übersehen weiterhin die personalpolitische Brisanz des Themas Pflege

Neue Umfrage der berufundfamilie gGmbH zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
Stufenplan bietet Arbeitgebern Unterstützung für eine pflegegerechte Personalpolitik

Frankfurt am Main, 20. November 2014. Nur jeder zweite Arbeitgeber hat sich bislang mit dem Thema 'Vereinbarkeit von Beruf und Pflege' beschäftigt. Nicht einmal ein Drittel bietet nach eigenen Angaben pflegegerechte Maßnahmen an. Bei den Beschäftigten kommt dieses geringe Angebot zudem kaum an: Lediglich 17 % der Beschäftigten bestätigen, dass ihr Arbeitgeber betriebliche Lösungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege anbietet. Diese Lücke und eine weiterhin mangelnde Bereitschaft der Arbeitgeber in diesem Themenfeld aktiv zu werden, deckt die neue Befragung 'Beruf und Pflege' auf.

Als Grund, sich nicht stärker im Themenfeld Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu engagieren, geben 65 % der Arbeitgeber an, dass die Notwendigkeit für betriebliches Handeln erst in ein paar Jahren bestehen wird, wenn die Zahl Pflegebedürftiger weiter zugenommen hat. Stefan Becker, Geschäftsführer der berufundfamilie gGmbH, warnt: 'Mit dieser Haltung verpassen Arbeitgeber eine wichtige Chance, sich rechtzeitig für die Zukunft aufzustellen. Zwei von drei Beschäftigten (69 %) rechnen damit, dass sie künftig einen Angehörigen pflegen werden. Wenn sie keine betriebliche Unterstützung erhalten, wird sich ein nicht unerheblicher Teil dazu entschließen müssen, ihr berufliches Engagement einzuschränken oder sogar ganz aufzugeben. Der personalpolitische Druck wird angesichts des steigenden Fachkräftemangels durch das Pflegethema also unweigerlich und rasant ansteigen.'

 

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Generation Übergang – 20 Mio. Menschen stehen vor dem Ausstieg aus dem Arbeitsmarkt

Bis 2028 werden mit den geburtenstarken Jahrgängen rund 20 Millionen Menschen das gesetzliche Renteneintrittsalter erreichen. Bisher gilt für sie im Prinzip nur ein Modell: Volle Erwerbstätigkeit – dann Ruhestand. Dieser abrupte Übergang wird für den Arbeitsmarkt eine historisch einmalige Zäsur darstellen.

Haben Arbeitgeber diese Entwicklung im Blick? Was erwarten sie von ihren Beschäftigten? Machen sie ihnen Angebote zur Verlängerung ihrer Erwerbstätigkeit? Was wünschen sich Arbeitnehmer hinsichtlich der Arbeit im Alter?

Die berufundfamilie gGmbH – eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – ist in einer repräsentativen GfK-Umfrage unter Arbeitgebern und Arbeitnehmern diesen Fragen nachgegangen und kommt zu ernüchternden Ergebnissen. Es gibt große Diskrepanzen. Doch mehr noch: Die bisherigen Konzepte sind nicht geeignet, die fatale Entwicklung aufzuhalten. 

Die berufundfamilie gGmbH eröffnet hingegen Perspektiven: Es bedarf neuer flexibler Arbeitsmodelle im Alter.

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