Aktuelles
Chartaverleihung "Beruf und Pflege vereinbaren"
Bei der diesjährigen Chartaverleihung, die am 16.Juli 2015 in Frankfurt am Main im Haus der Wirtschaft stattfand, sind weitere 35 Unterzeichner der hessischen Initiative beigetreten und haben, wie bereits 51 Organisationen vor ihnen, die Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege unterzeichnet. Damit nehmen hessische Unternehmen eine Vorreiterrolle ein. Denn die hessische Initiative im Zusammenschluss zwischen Politik und Wirtschaft mit ihrer Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ist einmalig in Deutschland und findet bundesweite Aufmerksamkeit.
Wettbewerb zur besseren Vereinbarkeit von Pflege und Beruf 'Otto Heinemann Preis 2015'

Wie gelingt es Ihrem Unternehmen, wirtschaftlichen Erfolg und pflegesensible Personalpolitik als Unternehmensphilosophie zu gestalten? Welche Ideen und Modelle existieren bereits in Ihrem Unternehmen, was ist geplant?

Diesen und ähnlichen Fragen werden sich Arbeitgeber in Anbetracht des demographischen Wandels und dem damit einhergehenden Fachkräftemangel in Zukunft immer häufiger stellen müssen. Denn mit fortschreitender Alterung unserer Gesellschaft steigt die Anzahl innerfamiliärer Pflegefälle und damit zugleich die Zahl der Erwerbstätigen, die gleichzeitig Familienangehörige pflegen müssen. Damit Arbeitnehmer den wachsenden Belastungen im privaten Bereich erfolgreich begegnen können, gilt es für Unternehmen Pflege- und Familienförderung als Faktor im Wettbewerb um High Potential zu nutzen und als effektive Maßnahme zur Mitarbeiterbindung zu begreifen. Vor dem Hintergrund dieser gesellschaftlichen Entwicklung zeichnen 'spectrumk' daher in diesem Jahr erstmalig - in Kooperation mit den Spitzenverbänden der Innungs- und Betriebskrankenkassen – Unternehmen in Deutschland mit dem Otto Heinemann Preis aus.

Familienbewusstsein als Chefsache
294 Arbeitgeber wurden am 29. Juni 2015 in der mittlerweile 17. Zertifikatsverleihung der berufundfamilie gGmbH für den erfolgreichen Abschluss des audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule geehrt. Sie haben sich im Laufe der vorangegangen zwölf Monaten erfolgreich dem audit-Verfahren gestellt und damit familienbewusste Personalpolitik zur Chefsache gemacht. Welche Aspekte dabei zu beachten sind und wie die nunmehr 17. Zertifikatsverleihung verlief, verrät dieser Newsletter.

17. Zertifikatsverleihung

"Familienbewusstsein ist Chefsache" lautete der Titel des Rahmenprogramms der diesjährigen Zertifikatsverleihung. Diese fand am 29.06.2015 in Berlin von 10:15 Uhr bis 16:15 Uhr statt und stand unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel.
294 Arbeitgeber aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichem Dienst wurden für ihr Engagement für eine familien- und lebensphasenbewusste Arbeitswelt und familiengerechte Studienbedingungen ausgezeichnet.

 

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier »

Neues im Mai

Der Mai macht vielleicht nicht alles neu, aber einige Neuigkeiten steuert auch gern unser aktueller Newsletter dazu bei:


  • mit einem kleinen Ausblick auf die 17. Zertifikatsverleihung der berufundfamilie
  • mit einem erweitertem Angebot, das in drei weiteren Bundesländern die Qualifizierung von Pflege-Guides ermöglicht
  • mit prämierten Tipps für Arbeitgeber bei der Übergangsgestaltung in der neuen Broschüre »Arbeit und Alter«.

Themen, bei denen sich Aufmerksamkeit rechnet

Es gibt Themen, die bewegen, und es gibt solche, die bewegen und darüber hinaus Chancen eröffnen. Zu letzteren zählen aus personalpolitischer Sicht eindeutig die Themen, mit denen sich die berufundfamilie gGmbH Ende 2014 verstärkt auseinandergesetzt hat.

Dieser Newsletter fasst die Highlights zusammen.

  • CSR – Verantwortungsvoller Umgang mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • KMUs – Warum und wie der Mittelstand von der Vereinbarkeit profitieren kann
  • Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
  • Arbeit und Alter

Verantwortungsvoller Umgang mit dem Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Corporate Social Responsibility, kurz CSR, wird häufig mit ökologischer Verantwortung produzierender Unternehmen oder auch dem verantwortungsvollen Umgang mit Stakeholdern assoziiert. Doch verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln zeigt sich auch in den Beziehungen zu den Beschäftigten. Arbeitgeber sind in der Verantwortung, einen Ausgleich zwischen dem wirtschaftlichen Interesse des Betriebs und den Wünschen der Belegschaft zu schaffen. Heutzutage ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein essentielles Bedürfnis für viele Beschäftigte. Aber auch aus gesamtgesellschaftlicher Sicht ist das Fördern der Vereinbarkeit von Interesse. Denn die Wirtschaft in Deutschland wird in Zukunft noch weniger als heute auf das Arbeitskräftepotenzial von Männern wie von Frauen verzichten können. Erschwerend kommt hinzu, dass die Wirtschaft hinsichtlich des Fachkräftemangels zukünftig mehr denn je das Potenzial derer in den Blick nehmen muss, die entweder nicht in der Arbeitswelt aktiv bzw. bereits ausgeschieden sind. CSR in Form einer familienbewussten Personalpolitik stellt einen wesentlichen Beitrag dazu dar, diese Potenziale zu nutzen. Sie ist daher eine betriebliche Notwendigkeit und kein Selbstzweck.

Chancen einer familienbewussten Personalpolitik in KMUs

99,6 % aller Unternehmen zählten im Jahr 2012 zu den KMUs, also Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen. Dabei dominierten die Kleinstunternehmen (0–9 Beschäftigte) mit einem Anteil von 90,1 %. Sechs von zehn aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten waren in KMUs tätig. Das sind fast 16 Mio. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Ihren besonderen Stellenwert untermauern KMUs aber auch durch folgendes: Sie bilden 84 % der Auszubildenden aus, ihr Umsatz ist deutlich größer als der der 30 DAX-Unternehmen und sie zählen zu den Unternehmen mit der größten Innovationskraft in Europa. Dennoch stehen KMUs vor Problemen:

  • Der Fachkräftemangel setzt ihnen zu. Sie haben Schwierigkeiten, geeignete neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden.
  • Sie bangen um ihre Konkurrenzfähigkeit im Wettbewerb um Talente.
  • Auch die Sicherung von Fachkräften fällt zunehmend schwer.
  • Der schlagartige Renteneintritt mit 63 erhöht die Personalsorgen.


Die vorliegende Publikation zeigt, welchen Herausforderungen KMUs ausgesetzt sind und welches Potenzial in einer familienbewussten Personalpolitik für deren Bewältigung steckt.

Generation Übergang – 20 Mio. Menschen stehen vor dem Ausstieg aus dem Arbeitsmarkt

Bis 2028 werden mit den geburtenstarken Jahrgängen rund 20 Millionen Menschen das gesetzliche Renteneintrittsalter erreichen. Bisher gilt für sie im Prinzip nur ein Modell: Volle Erwerbstätigkeit – dann Ruhestand. Dieser abrupte Übergang wird für den Arbeitsmarkt eine historisch einmalige Zäsur darstellen.

Haben Arbeitgeber diese Entwicklung im Blick? Was erwarten sie von ihren Beschäftigten? Machen sie ihnen Angebote zur Verlängerung ihrer Erwerbstätigkeit? Was wünschen sich Arbeitnehmer hinsichtlich der Arbeit im Alter?

Die berufundfamilie gGmbH – eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – ist in einer repräsentativen GfK-Umfrage unter Arbeitgebern und Arbeitnehmern diesen Fragen nachgegangen und kommt zu ernüchternden Ergebnissen. Es gibt große Diskrepanzen. Doch mehr noch: Die bisherigen Konzepte sind nicht geeignet, die fatale Entwicklung aufzuhalten. 

Die berufundfamilie gGmbH eröffnet hingegen Perspektiven: Es bedarf neuer flexibler Arbeitsmodelle im Alter.

Link zu weiteren Informationen

Besondere Herausforderung Hochschule:
Familiengerechte Arbeits- und Studienbedingungen

Mit Beginn des Wintersemesters sind an rund 430 deutschen Hochschulen Beschäftigte und Studierende erneut gefordert, konkrete Lösungen und Wege zu finden, mit denen sie ihren Beruf bzw. ihr Studium mit familiären Verpflichtungen in Einklang bringen können.

Die Bereiche »Studium, Forschung, Lehre« und »Familiengründung oder Betreuung von Familienangehörigen« stehen sich dabei doch meist gegenüber. Warum das eine das andere nicht ausschließen muss und warum die Vereinbarkeit in der Hochschullandschaft ein Querschnittsthema ist, zeigt dieser Newsletter.