berufundfamilie
berufundfamilie gGmbH
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eine Initiative der
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Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
BMFSFJ
aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds
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Renate Schmidt
„Kinder sind unsere Zukunft und vor allem bedeuten sie persönliches Glück...
Eine Idee macht Karriere

Was sagen Arbeitnehmer, Personaler oder Wissenschaftler zu den Herausforderungen einer familienbewussten Personalpolitik?
berufundfamilie-Index
Mit diesem international einzigartigen Instrument können Unternehmen ihr Familienbewusstsein messen
Neue Studie belegt erstmals positive BWL-Effekte...
Aus Anlass ihres zehnjährigen Bestehen legte die berufundfamilie gGmbH eine wissenschaftliche Studie vor, die erstmals positive betriebswirtschaftliche Effekte einer familienbewussten Personalpolitik belegt und misst.
in Unternehmen

Best Practice Beispiele verdeutlichen, wie mögliche Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Praxis umgesetzt und ausgestaltet werden können. Welche Maßnahmen geeignet und sinnvoll sind, hängt von vielen verschiedenen Faktoren wie der Unternehmensgröße, den Anforderungen des Geschäftes, den Bedürfnissen der Mitarbeiter sowie dem individuellen Spielraum ab. 
 
Folgende Best Practice Beispiele zeigen ein breites Spektrum an möglichen Maßnahmen aus allen Handlungsfeldern des audit berufundfamilie. Weitere Best Practice Beispiele können bei der berufundfamilie gGmbH angefragt werden.

Handlungsfeld 8: Service für Familien

Sommerferienaktion für Mitarbeiterkinder

Im Rahmen der Zielvereinbarung zum audit berufundfamilie wurde das Betreuungsangebot der Airbus Deutschland GmbH um ein drei-Wochen- Sommerferienprogramm für Mitarbeiterkinder im Alter von 3-13 Jahren erweitert. Unterstützt wurde das Unternehmen dabei vom Bremer Verbundprojekt Beruf + Familie, mit deren Hilfe eine Kooperation mit dem Bremer Unternehmen DaimlerChrysler und den Stadtwerke Bremen initiiert werden konnte. Jedes Unternehmen beteiligte sich durch Sach- und Geldspenden an der Sommeraktion, dadurch konnte für alle Parteien Kosten-Nutzen generiert werden.
Für die Entwicklung des Ferienprogramms wurde der gemeinnützige Verein "ABENTEUERCAMPS Erlebnisreisen e.V.“ beauftragt. Ein kompetentes Team des Vereins war vor Ort rund um die Uhr für die Betreuung der Kinder zuständig. Das Tages- und Übernachtungscamp ermöglichte den Eltern eine teilweise Überbrückung der sechs- Wochen Sommerferien. Die Möglichkeit der Abholung der Kinder am Werk selbst wurde zudem von den Eltern als sehr vorteilhaft angesehen.

Handlungsfeld 8: Service für Familien

Datenbank der regionalen Pflegeeinrichtungen im Intranet

Die AOK Hessen stellt auf ihrer Internetseite eine Datenbank der Pflegeeinrichtungen für ganz Deutschland zur Verfügung. Informationen können unter anderem zu ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen, häuslicher Krankenpflege, Kurzzeitpflegeplätzen und Hospizen abgerufen werden. Diese sind öffentlich zugänglich und immer auf dem aktuellen Stand. Über eine Postleitzahl- und Umkreissuche kann schnell eine geeignete Einrichtung für den pflegebedürftigen Angehörigen gefunden werden. Dieser Service ist möglich, weil die AOK Hessen als Kranken- und Pflegekasse über eigenes Know-how zum Thema „Pflege“ verfügt.

Handlungsfeld 8: Service für Familien

Ferienkurse für Mitarbeiterkinder
Die Barmenia Versicherungen kooperieren beim Anbieten ihrer Ferienkurse für Mitarbeiterkinder mit der Station Natur und Umwelt in Wuppertal. In den Oster- und Herbstferien findet das Programm je eine Woche statt, in den Sommerferien in der ersten und in der letzten Ferienwoche. An den vier Kursen von 8 bis 16 Uhr können insgesamt bis zu 80 Kinder im Alter von sechs bis 12 Jahren teilnehmen. Für das Programm hat die Station Natur und Umwelt ein bereits bestehendes Programm auf das Unternehmen zugeschnitten. Die Themenschwerpunkte, beispielsweise „Schafen auf der Spur“ oder „Herbstwald“, sind an den Jahreszeiten orientiert – denn die Betreuung soll nicht nur Spaß machen, sondern auch zur Umwelterziehung der Kinder beitragen. Die Programminhalte werden regelmäßig mit der Barmenia abgesprochen. Die Barmenia publiziert das Angebot im Intranet und übernimmt die Anmeldungen – die weitere Durchführung übernimmt dann die Station Natur und Umwelt, die auch Träger der Ferienbetreuung ist. Der Elternbeitrag beträgt 50 Euro pro Woche und wird direkt über die Gehaltsabrechnung bezahlt – den Rest der Kosten und auch die Steuern und die Sozialversicherung übernimmt das Unternehmen.

Handlungsfeld 8: Service für Familien

Kinderbetreuung in der „LuKids Krippe“
Mit der LuKids Krippe stehen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BASF-Gruppe am Standort Ludwigshafen 60 Betreuungsplätze für Kleinkinder im Alter von sechs Monaten bis zu drei Jahren zur Verfügung. Das Betreuungs- und Bildungskonzept besteht dabei aus einer Mischung aus Kunst und Musik, Bewegung und Wahrnehmung sowie einer zweisprachigen Erziehung in Deutsch und Englisch. Darüber hinaus bietet die BASF seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seit Januar 2008 mit LuKids adhoc die Möglichkeit, Kinder kurzfristig unterzubringen, wenn die familiäre oder privat organisierte Betreuung plötzlich ausfällt. 20 Plätze stehen für Mitarbeiterkinder von sechs Monaten bis zum Ende des Grundschulalters täglich von 7 bis 18 Uhr zur Verfügung. Die BASF entlastet somit seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ermöglicht es, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen.

Handlungsfeld 8: Service für Familien

Ferienaustauschprogramm „BASF Global Family“
Damit in den Schulferien keine Betreuungslücke für Kinder berufstätiger Eltern entsteht, bietet die BASF-Gruppe ein internationales Ferienprogramm zum Austausch von Kindern der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. An dem „BASF Global Family“ Programm können Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren teilnehmen. Die Jugendlichen verbringen jeweils zwei Wochen ihrer Schulferien im Sommer oder Winter bei der Familie ihres Austauschpartners im Ausland. Unterstütz werden sie dabei sowohl organisatorisch als auch finanziell von der BASF. Das Programm „BASF Global Family“ ermöglicht eine teilweise Überbrückung der Schulferien und trägt zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei. Darüber hinaus wird den Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit gegeben, eine andere Kultur kennen zu lernen und weltweit Beziehungen zu knüpfen.

Handlungsfeld 8: Service für Familien

Ferienbetreuung „Lacki Kids“

Die BASF Coatings AG in Münster bietet seit 2001 die Ferienbetreuung „Lacki Kids“ an. Anfangs kooperierte das Unternehmen mit einem lokalen Sportverein, seit 2004 findet das Programm in den Oster-, Sommer- und Herbstferien für je zwei Wochen mit Unterstützung durch einen externen Dienstleister statt. In den letzten Jahren waren die „Lacki Kids“ auf einem Kinderbauernhof in der Nähe von Münster, wo sie u.a. in der Strohburg spielen, reiten oder mit Riesen-Kettcars fahren können. Jede Woche steht unter einem bestimmten Motto, wie z.B. „Detektive“, „Robin Hood“ oder „Olympia“. Die nächsten Ferien sind die „Lacki Kids“ in der BioCity im Münsteraner Zoo. Die Teilnehmerzahl des Programms ist nicht begrenzt; durchschnittlich nehmen ca. 20 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren pro Ferienwoche teil. Durch die Umstellung auf einen externen Dienstleister haben sich die Kosten für das Unternehmen zwar erhöht; allerdings ist der Organisationsaufwand erheblich geringer. Auch ermöglicht die qualifizierte pädagogische Ausbildung des Betreuungspersonals ein hochwertiges Programm. Der Elternbeitrag beträgt z.Zt. 75 Euro pro Woche, die Verpflegung ist inklusive. Ein Bus holt die Teilnehmer jeden Morgen um 7.45 Uhr am Werkstor ab und bringt sie um 16.30 Uhr wieder zum Werk zurück. Seit zwei Jahren nimmt die BASF Coatings AG zudem an dem „Global Family“- Programm der BASF SE teil. Dieses Jahr reisten sechs Teilnehmer aus Münster im Alter von 14 bis 16 Jahren nach Argentinien, Brasilien, China und in die USA. Dort wohnten sie in den Familien von BASF-Mitarbeitern vor Ort, deren Kinder ebenfalls am Austauschprogramm teilnehmen. BASF koordiniert die globale Vermittlung der Teilnehmer, übernimmt die Kosten für Flug, Visum und Impfungen und unterstützt die Familien organisatorisch. In den Werken vor Ort werden zudem Besuchs-Events veranstaltet.

Handlungsfeld 8: Service für Familien

Vernetzung von Unternehmen zwecks Ferienbetreuung
Das Bremer Verbundprojekt Beruf und Familie informiert, vernetzt und berät Unternehmen zum Thema „familienbewusste Personalpolitik“. Kinderbetreuung und Ferienbetreuung sind hierbei wichtige Themen, zu denen das Bremer Verbundprojekt Beruf und Familie nahezu 100 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen zusammenbringt. In diesem Jahr haben 19 Unternehmen Ferienbetreuungsangebote durchgeführt – oftmals in Kooperation mit anderen Unternehmen, so dass insgesamt zwölf Programme stattfanden. Die Kooperation reicht hierbei von der gemeinsamen Organisation des Programms bis zur Aufteilung der Ferien: So decken die Hochschule für Künste Bremen und die Hochschule Bremen unterschiedliche Ferien ab und öffnen das jeweilige Programm für den Kooperationspartner. Gerade auch kleine Unternehmen können sich an die Geschäftsstelle des Bremer Verbundprojekts Beruf und Familie wenden, wenn sie sich der Ferienbetreuung eines anderen Unternehmens anschließen möchten. Ähnliche Projekte zur Vernetzung von Unternehmen sind auch in anderen Regionen zu finden.

Handlungsfeld 8: Service für Familien

Anschluss an vorhandene Ferienbetreuung

Die b.i.t. GmbH ist ein junges Unternehmen mit 15 Mitarbeitern. Bisher haben nur wenige Mitarbeiter Kinder, aber die Ferienbetreuung sieht b.i.t. als einen Baustein für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens mit seinen Mitarbeitern und auch als Vorteil für das Unternehmen bei der Suche nach neuen Mitarbeitern. Um ein Ferienprogramm anbieten zu können, hat das Unternehmen sich der Ferienbetreuung des Magistrats der Stadt Bremerhaven angeschlossen. Der Magistrat übernimmt die Organisation des Programms; es werden zwei Wochen lang jeden Tag betreute Ausflüge in Bremerhaven und im Umkreis angeboten. Die b.i.t. GmbH gestaltete und druckte den Programmflyer und in diesem Sommer nahmen vier Mitarbeiter als Betreuer am Programm teil. Die Kosten betrugen je nach Ausflug 2 bis 12 Euro pro Tag und wurden von den Eltern übernommen.