
von links nach rechts Prof. Dr. Dr. Schneider, Frau Heinze, Frau Wieners, Prof. Dr. Gerlach, Herr Juncke

Betriebswirtschaftliche Effekte familienbewusster Maßnahmen
Auf diese Fragen sucht das FFP im Auftrag der berufundfamilie gGmbH erstmals wissenschaftlich fundierte Antworten.
Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei Führungskräften
Zertifizierte Arbeitgeber verfügen heute bereits über eine Vielzahl von Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Eine wesentliche Rolle bei der unmittelbaren Umsetzung einer solchen familienbewussten Personalpolitik im betrieblichen Alltag kommt den Führungskräften zu. Durch ihre den Arbeitsalltag der Beschäftigten wesentlich prägenden Entscheidungen können Führungskräfte die familienbewusste Personalpolitik der Gesamtorganisation maßgeblich unterstützen, oder auch konterkarieren. Wenig beachtet wurde bisher, dass Führungskräfte gegebenenfalls selbst Eltern sind oder Angehörige pflegen und insofern mit der Herausforderung einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie konfrontiert sind. Vor dem Hintergrund hoher Arbeits- und Flexibilitätsanforderungen an Führungskräfte gestaltet sich für diesen Personenkreis die Vereinbarkeitsfrage möglicherweise besonders schwierig. Bislang fehlt es jedoch an belastbarem empirischem Material zur Vereinbarkeitslage unter Führungskräften.
Vor diesem Hintergrund hat das Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik an der Universität Münster und der Steinbeis-Hochschule Berlin unter Federführung von Herrn Prof. Dr. Dr. Schneider in Kooperation mit der berufundfamilie gGmbH eine Pilotstudie zum Status quo der Vereinbarkeitslage unter Führungskräften durchgeführt.
Die Ergebnisse der Befragung sind im Thesenpapier Nr. 3/2010 zusammengetragen.
Neue Studie belegt erstmals positive betriebswirtschaftliche Effekte einer familienbewussten Personalpolitik für die deutsche Wirtschaft
Die neue Studie schreibt den berufundfamilie-Index fort, den das FFP bereits im Juni 2008 für die berufundfamilie gGmbH entwickelt hatte:
Der berufundfamilie-Index ermittelt aus 21 Fragen einen Indexwert, der den Grad des Familienbewusstseins eines Unternehmens abbildet. Der Einsatz des Index in einer deutschlandweiten Unternehmensbefragung unter rund 1.000 Geschäftsführern bzw. Personalverantwortlichen ergab, dass 15 Prozent der deutschen Unternehmen zur Gruppe der Spitzenreiter zählen, die sich durch ein besonders hohes Maß an Familienbewusstsein auszeichnen. Neben einem breiten Mittelfeld mit Entwicklungspotenzial, dem rund 70 Prozent der Unternehmen angehören, weisen 15 Prozent noch einen deutlichen Nachholbedarf auf. Im Mittel ergab die Befragung einen Wert von 63 auf einer Skala von 0 „gar nicht familienbewusst“ bis 100 „sehr familienbewusst“.
In einem zweiten Schritt hat das FFP nun die wirtschaftliche Effizienz familienbewusster und nicht familienbewusster Unternehmen gegenübergestellt.
Das Ergebnis: Familienbewusste Unternehmen stellen sich in allen relevanten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen eindeutig besser. Sie weisen eine um 17 Prozent höhere Mitarbeiterproduktivität auf. Dieser Mehrwert lässt sich unter anderem zurückführen auf eine um 17 Prozent höhere Motivation der Beschäftigten, 13 Prozent geringere Fehlzeiten und eine um 17 Prozent höhere Bindung von Fachkräften. Damit gelingt es familienbewussten Unternehmen, ihre Kunden langfristiger an sich binden (12 Prozent).
Der berufundfamilie-Index - ein Instrument zur Messung des betrieblichen Familienbewusstseins
Angestoßen durch die demografische Entwicklung und deren absehbaren volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in den vergangenen Jahren in Deutschland von einer eher randständigen Position ins Zentrum der deutschen Reformdiskussion gerückt. Die in diesem Zusammenhang vertrauten Schlüsselbegriffe wie Familienbewusstsein, Familienorientierung oder Familienfreundlichkeit werden zwar häufig - und scheinbar synonym - verwendet, eine semantische Abgrennzung sowie eine detaillierte Betrachtung bleiben jedoch aus. Daürber hinaus fehlen valide Messinstrumente, die Aussagen darüber ermöglichen, ob und inwiefern Unternehmen familienbewusst sind. Der vorliegende Beitrag soll zur Schließung dieser Forschungslücke beitragen.
Familienfreundlichkeit hängt weder von der Größe noch der Branche ab: Neuer berufundfamilie-Index macht Familienbewusstsein erstmals für jedes Unternehmen messbar.
Unternehmen können ihr Familienbewusstsein individuell messen und sich mit anderen vergleichen – mit dem neuen berufundfamilie-Index.
Entwickelt wurde dieses weltweit einmalige Managementinstrument vom Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik (FFP) im Auftrag
der berufundfamilie gGmbH – einer Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – und mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Der Indexwert, der aus insgesamt 21 Fragen ermittelt wird, bildet alle drei wesentlichen Aspekte betrieblichen Familienbewusstseins ab:
• den Dialog zwischen Unternehmensführung und Beschäftigten,
• die Leistung in Form betrieblicher familienbewusster Maßnahmen
• sowie eine familienbewusste Unternehmenskultur.
Jeder teilnehmende Betrieb erhält eine detaillierte Auswertung seine individuellen Ergebnisse. Seine Praxistauglichkeit hat der Index bei einer deutschlandweiten Unternehmensbefragung unter rund 1 000 Geschäftsführern bzw. Personalverantwortlichen bereits bewiesen.
Index online: www.berufundfamilie-index.de
Thesenpapier Erfolge familienbewusster Personalpolitik im Zeitablauf
Ergänzung zum Arbeitspapier Betriebliche Familienpolitik in auditierten Unternehmen und Institutionen

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Neben gewinnorientierten Unternehmen wurden nun vergleichend Non-Profit Institutionen untersucht.
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Die im ersten Thesenpapier formulierten Ergebnisse wurden auf Basis einer größeren Fallzahl auf ihre Stabilität hin überprüft.
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Erfolge familienbewusster Personalpolitik wurden im Zeitablauf analysiert.
Arbeitspapier Betriebliche Familienpolitik in auditierten Unternehmen und Institutionen

Präsentation von Prof. Dr. Dr. Helmut Schneider anlässlich der 9. Zertifikatsverleihung des audit berufundfamilie am 19. Juni 2007 in Berlin.
Arbeitspapier Betriebswirtschaftliche Effekte familienbewusster Personalpolitik: Forschungsstand


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