Im Folgenden stehen Vorträge und Artikel der Geschäftsleitung sowie der Mitarbeiter der berufundfamilie zum Ansehen oder Herunterladen für Sie bereit.
Familienbewusst auf allen Ebenen

Die Frage der Vereinbarkeit von Beruf und Familie spielt in Politik und Wirtschaft eine immer bedeutendere Rolle. Vor allem der demografische Wandel hat zu einem zunehmend härteren Wettbewerb um qualifizierte Beschäftigte geführt. Einen klaren Wettbewerbsvorteil haben diejenigen Arbeitgeber, die in der Lage sind, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten.
Mehr Erfolg mit mehr Familie - Die berufundfamilie gGmbH der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung

Zeit ist ein wertvolles Gut, das Menschen beruflich und privat schätzen. Doch wie viel Zeit bleibt Berufstätigen für ihre Familie? Wie viel Beruf ist mit Familie möglich? Nahezu 90 Prozent der Eltern wünschen sich mehr Zeit für Verantwortung, Fürsorge und Zuwendung in der Familie, wie die vom Bundesfamilienministerium Mitte September vorgestellte Ravensburger Elternsurvey zeigt. „Zeit für Familie“ ist ein Schlüsselfaktor der familienbewussten Personalpolitik – und das nicht nur für Eltern. Mehr und mehr Arbeitnehmer sehen sich vor der Aufgabe, Angehörige zu pflegen. Ging es vor wenigen Jahren noch vorrangig um die Betreuung von Kleinkindern, ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie heute wesentlich vielschichtiger geworden und tellt damit Arbeitnehmer wie auch Arbeitgeber vor neue Herausforderungen.
Diesen Herausforderungen nimmt sich die 1998 von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung gegründete berufundfamilie gGmbH an. Als Pionier gestartet, hat sich die berufundfamilie gGmbH bundesweit zu einem Kompetenzträger in Fragen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie entwickelt. Sie ist Begleiter der Unternehmen, der öffentlichen Hand und der Hochschulen. Diese unterstützt sie darin, eine familienbewusste Personalpolitik systematisch auf- und auszubauen und sich ihrer wachsenden Notwendigkeit zu stellen, die aufgrund der gesamtwirtschaftlichen und demografischen Entwicklung noch zunehmen wird. Denn ohne tragfähige Lösungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie büßen Arbeitgeber an Attraktivität ein und laufen Gefahr, qualifizierte Beschäftigte zu verlieren oder werden die Folgen des Konflikts von Beruf und Familie in Form von Arbeitsausfällen und geringerer Produktivität tragen müssen.
Geld ist nicht alles
(…) Motivierte und engagierte Mitarbeiter machen den Unterschied. Sie erzielen bessere Arbeitsergebnisse, helfen Kosten zu senken und sind ein Plus für Produktivität und Kundenbindung. Kurz: Sie bringen dem Unternehmen Wettbewerbsvorteile. Die Motivation der Mitarbeiter ist umso höher, je mehr ein Arbeitgeber in der Lage ist, auf ihre unterschiedlichen Bedürfnisse flexibel zu reagieren. So wollen sich etwa hoch qualifizierte Frauen nicht länger zwischen Beruf und Familie entscheiden müssen. Gleichzeitig möchten auch Väter am Familienleben aktiv teilhaben. Führungskräfte wollen Verantwortung für Ergebnisse, Kundenzufriedenheit, Mitarbeiter und auch für die eigene Familie.
Zeit für Familie – Notwendigkeiten und Wege für eine neue Zeitpolitik

Geld, Infrastruktur und Zeit – das ist der Dreiklang, den die Bundesregierung im „Siebten Familienbericht“ für eine erfolgreiche Familienpolitik propagiert. In der Praxis hat sich die Politik der zentralen Aufgabe „Zeit für Familie“ viel zu lange verschlossen. Treffend wird im Siebten Familienbericht festgestellt, dass Eltern in zunehmendem Maße Zeitprobleme empfinden und in Familien eine „gefühlte Zeitnot“ existiert. „Zeitprobleme ergeben sich für Familien nicht alleine aus einem unzureichenden quantitativen Zeitbudget, sondern ebenso aus einer unzureichenden Qualität von Zeit, d.h. aus Belastungen, die Zeitdruck und Verdichtung von Zeit, Parallelaktivitäten und Synchronisationsprobleme, Fremdbestimmtheit und mangelnde Zeitsouveränität u.a.m. umfassen“ (siebter Familienbericht, S. 229). Familie ist nur lebbar, wenn die Mitglieder einer Familie gemeinsame Zeit miteinander auch erleben können. Denn es geht in Familien nicht um ein reibungsloses zeitliches Nebeneinander von Individuen, sondern um persönliche Zuwendung und gemeinsame Erfahrungen. Um dies zu ermöglichen, bedarf es einer aktiven Koordination und Synchronisation auf unterschiedlichen Ebenen.
berufundfamilie: Zertiizierung von familienfreundlichen Einrichtungen im Gesundheitswesen

Das zunehmende Durchschnittsalter unserer Gesellschaft zeigt besonders im Gesundheitssektor seine Auswirkungen: Mit dem demograischen Wandel nimmt der Bedarf an zusätzlichen Dienstleistungen in diesem Bereich ständig zu. Demgegenüber steht ein bereits seit Jahren spürbarer Mangel an Fach- und Führungskräften, der eine steigende Tendenz zeigt: So werden beispielsweise zwischen 2007 und 2017 rund 17.800 Krankenhausärzte und 59.100 Vertragsärzte – bedingt durch das Erreichen des Rentenalters – austreten. Die Zahl der Fachkräfte, die nachrücken, ist im Vergleich dazu gering. Prognosen zufolge wird in dieser Branche im Jahr 2030 ein Fachkräftemangel von 22 Prozent gegeben sein. Ein weiterer Aspekt, der Beachtung inden muss: Diejenigen, die nach rücken, sind vorwiegend weiblich. Erfahrungsgemäß sind in den meisten Fällen noch die Frauen verstärkt dem Interessenskonlikt zwischen Beruf und Familie ausgesetzt. Wenn Ärztinnen und Ärzte nicht die Chance bekommen, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren, ist die Gefahr des Verlusts weiterer wertvoller Fachkräfte für Kliniken und Krankenhäuser äußerst hoch. Zeit gleich kämpfen andere Länder, die ähnlich unter den Auswirkungen des demograischen Wandels leiden, um dieselben Arbeitskräfte.
Mehr Erfolg mit mehr Familie!
Unternehmen können dem Staat seine Verantwortung für eine nachhaltige Familienpolitik nicht abnehmen. Sie können aber durch ergänzende Maßnahmen einen zusätzlichen, oftmals entscheidenden Beitrag leisten, um Familien spürbar zu entlasten. Dass sich eine familienbewusste Personalpolitik auch betriebswirtschaftlich für die Unternehmen auszahlt, zeigt seit nunmehr zehn Jahren das „audit berufundfamilie“.
Zerreißprobe Pflegefall
Die öffentliche Diskussion um eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie konzentrierte sich bislang vor allem auf die Balance zwischen Beruf und Elternschaft und entsprechende Fragen der Kinderbetreuung. Im betrieblichen Alltag rücken aber zunehmend die Beschäftigten mit zu pflegenden Angehörigen in den Blick. Denn immer mehr Menschen stehen vor der Herausforderung, ihre Erwerbstätigkeit mit der Pflege von Angehörigen vereinbaren zu müssen. Wie hinlänglich bekannt, wird die Zahl älterer Menschen und damit auch von Pflegebedürftigen stark zunehmen. Schätzungen zufolge wird sich die Anzahl der Pflegebedürftigen in Deutschland von derzeit 2 Millionen auf 2,9 Millionen im Jahre 2020 und auf 4,7 Millionen im Jahre 2050 erhöhen. Dabei steigt insbesondere der Anteil an Schwerstpflegefällen, was zusätzlich zu größeren Betreuungsanforderungen führt. Gleichzeitig verlängert sich die Lebensarbeitszeit. Die Bundesregierung vertritt im Rahmen der Reform der Pflegeversicherung den Grundsatz, dass Pflegebedürftige so weit und so lange wie möglich in der Familie gepflegt werden sollen. Vor dem Hintergrund, dass professionelle Pflegedienste kaum die persönliche Fürsorge und die private Zuwendung einer Familie ersetzen können, ist dies sicherlich nachvollziehbar. Für diejenigen, die diese Pflege erbringen sollen und gleichzeitig einer Erwerbstätigkeit nachgehen, bedeutet dies aber oftmals eine Zerreißprobe.
Greifbare Angebote müssen her. Vielen Betrieben mangelt es noch an Familienbewußtsein
In Frankfurter Allgemeine, 12.04.2006, Beilage 87, 1.
In der familienpolitischen Diskussion scheinen die Meldungen über immer niedrigere Geburtenzahlen, das Loch in der Rentenkasse und das Veröden ganzer Regionen langsam eine ähnliche Wirkung zu entfalten wie der saure Regen, das Ozonloch ...
Betriebswirtschaftlich denken. Handfeste Argumente für familienbewußte Personalpolitik
In: Frankfurter Allgemeine, 12.04.2006, Beilage 87, 4.
Auch deutsche Unternehmen bieten vielfältige Maßnahmen an, die eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen. Ihr Antrieb: Sie wollen damit gesellschaftspolitischen Anforderungen gerecht werden oder glauben intuitiv, ...

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