Familienreport 2012: Familien brauchen passgenaue Rahmenbedingungen

"Familien brauchen passgenaue Rahmenbedingungen für die Verwirklichung ihrer unterschiedlichen Lebensentwürfe. Deshalb nehmen wir die wirtschaftliche Stabilität und die soziale Teilhabe von Familien, die gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf, das Wohlergehen und die Förderung der Kinder sowie die Verwirklichung von Kinderwünschen mit sehr passgenau zugeschnittenen familienbezogenen Leistungen in den Blick. Der Schlüssel für einen starken gesellschaftlichen Zusammenhalt ist eine Politik, die Familien als Verantwortungsgemeinschaften stärkt, die eine Entscheidung für Kinder erleichtert und die die Chancengleichheit von Müttern und Vätern zuverlässig verbessert", sagte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder anlässlich der Präsentation des Familienreports 2012.
Familienatlas 2012 - Regionale Chancen im demografischen Wandel sichern

Je stärker die Auswirkungen des demografischen Wandels zu Tage treten, desto deutlicher wird die Schlüsselrolle, die Familien für die Sicherung der Zukunftsperspektiven der Regionen und für eine ausbalancierte Altersstruktur zukommt. Die Lebensbedingungen und die Attraktivität der Regionen für Familien sind wesentliche Faktoren, die Entscheidungen für Familiengründungen sowie Zu- und Wegzüge von Familien beeinflussen.
Der "Familienatlas 2012" bietet in einem bundesweiten Vergleich eine differenzierte Standortbestimmung der Lebens- und Umfeldbedingungen für Familien in allen 402 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten und stellt damit lokalen Akteuren eine Grundlage für die sachliche Auseinandersetzung mit regionalen Stärken und Schwächen zur Verfügung.
Betriebliche Familienpolitik: Kontexte, Messungen und Effekte (Familie und Familienwissenschaft)

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat sich nicht zuletzt vor dem Hintergrund der demografischen Veränderungen zu einem gesellschaftlichen und betrieblichen Schlüsselthema entwickelt. Während über das Ziel einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie heute ein breiter gesellschaftlicher Konsens besteht, sind hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung und der betrieblichen wie gesellschaftlichen Wirkungen noch viele Fragen offen. Der Band beantwortet diese Fragen und beinhaltet konzeptionelle und methodische Arbeiten sowie die Ergebnisse unterschiedlicher empirischer Studien zum betrieblichen Familienbewusstsein. Alle Beiträge sind im Rahmen des Forschungszentrums Familienbewusste Personalpolitik entstanden, das die Thematik in einem interdisziplinären Zugang seit dem Jahre 2005 systematisch erforscht.
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Pluspunkt familienbewusste Personalpolitik
Brandenburger Arbeitgeber setzen auf das audit berufundfamilie

Eine familienbewusste Personalpolitik wird für Brandenburgs Unternehmen immer wichtiger. Darauf wies heute Arbeits- und Sozialminister Günter Baaske in der Fontane-Klinik Mittenwalde (Dahme-Spreewald) hin. Mit 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört sie zu Brandenburgs 35 Unternehmen, die das Gütesiegel ‚audit berufundfamilie‘ tragen. Baaske: „Im Interesse der Beschäftigten und der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützt“.
Von 2006 bis 2011 hat die Landesregierung die Durchführung des ‚audit beru-fundfamilie‘ gefördert. Herausragende Beispiele, darunter die seit 2010 auditierte Fontane-Klinik, sind mit ihren Aktivitäten zur Vereinbarkeit in der 50-seitigen Broschüre „Pluspunkt familienbewusste Personalpolitik“ beschrieben...
Familienreport 2011
Leistungen, Wirkungen, Trends

Der Familienreport 2011 informiert umfassend über die Lebenssituation der Familien in Deutschland. Neben den aktuellen Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung, zu Familienformen und Familienleistungen stehen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Zeit für Verantwortung in der Familie und das Wohlergehen von Kindern im Zentrum des Familienreports.
Monitor Familienleben 2011

Der "Monitor Familienleben 2011" ergibt: Trotz aktueller politischer Fragen wie Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und Entwicklung des Wirtschaftswachstums bleibt Familienpolitik für die Mehrheit der Menschen wichtig:
Die Förderung junger Familien (53 Prozent) und eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf (47 Prozent) werden häufiger genannt als die Reform des Gesundheitswesens, die Senkung von Steuern oder der Atomausstieg. Aus Sicht der Menschen ist es vor allem die Arbeitswelt, die noch zu wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse von Familien nimmt. 58 Prozent der Menschen und mehr als zwei Drittel der Eltern (67 Prozent) bewerten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als schlecht. Nur wenige Väter haben einen Beruf, der sich gut mit der Familie vereinbaren lässt. Daher ist für 81 Prozent der Väter eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf die wichtigste Aufgabe von Familienpolitik. Denn Väter möchten sich stärker in der Familie engagieren, können es aus Zeitmangel jedoch nicht.
Betriebsrätebefragung der IG Metall zum Thema
"Vereinbarkeit von Familie und Beruf"

Betriebsräte und Belegschaften werden mit den Problemen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf von den Arbeitgebern allein gelassen
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine große Herausforderung in den Betrieben. Dennoch werden weniger als die Hälfte der Betriebsräte vom Arbeitgeber beim Thema Vereinbarkeit unterstützt:
56% erhalten eine weniger gute (39%) oder gar keine Unterstützung (17%). Nur 7% eine sehr gute, 37% immerhin eine gute Unterstützung.
Dies hat eine aktuelle Umfrage der Die IG Metall (August 2011) zum Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ ergeben. Es haben 4.127 von 8.449 angeschriebenen Betriebsräten an der Befragung teilgenommen.
Zur Vereinbarkeitssituation von Eltern mit Schulkindern - Monitor der Familienforschung, Ausgabe 25

Der Bedarf an Betreuung und Förderung der Kinder endet nicht mit dem Übergang in die Schule.
Der Monitor Familienforschung nimmt daher die Situation von Familien mit Schulkindern in den Fokus und setzt sich mit den Fragen auseinander wie Eltern und Schulkinder selbst die Situation empfinden, welche Erwerbs- und Vereinbarkeitssituation von Familien mit Schulkindern es gibt und welche Möglichkeiten bestehen, Erwerbswünsche von Müttern mit Schulkindern auch realisieren zu können.
Unternehmen Kinderbetruung - Praxisleitfaden für die betriebliche Kinderbetreuung

Bund, Länder und Kommunen haben sich auf das gemeinsame Ziel verständigt, bis zum Jahr 2013 für 35 Prozent der Kinder im Alter von unter drei Jahren einen Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung oder der Kindertagespflege zu schaffen. Ergänzend zu öffentlichen Angeboten können Unternehmen besonders zielgenau und mit vielfältigen Mitteln dazu beitragen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für ihre Beschäftigten zu verbessern.
Von einer familienbewussten Personalpolitik profitieren nicht nur die Beschäftigten und ihre Familien, sondern gerade auch die Betriebe selbst. Eine Studie der Prognos AG kommt zu dem Ergebnis, dass sich Investitionen in familienfreundliche Maßnahmen betriebswirtschaftlich rechnen. Das bestätigt auch die betriebliche Realität in Unternehmen, die mit dem audit berufundfamilie ausgezeichnet wurden: Eine Befragung des Forschungszentrums Familienbewusste Personalpolitik der Universität Münster von zertifizierten Unternehmen zeigt, dass die Wertschöpfung pro Mitarbeiterin und Mitarbeiter hier höher ist als bei weniger familienfreundlichen Unternehmen. Immer mehr Unternehmen sehen auch den Beitrag zur Kinderbetreuung weniger als Kostenfaktor denn als Investition, die durch motivierte und engagierte Beschäftigte Marktchancen eröffnet und die eigene Wettbewerbsfähigkeit verbessert.
Im vorliegenden Leitfaden werden diverse Varianten von Kinderbetreuung vorgestellt und anhand von Best Practice-Beispielen illustriert. Arbeitshilfen im Anhang dieses Leitfadens sollen dazu beitragen, den Weg zu mehr betrieblich unterstützter Kinderbetreuung frei zu machen.

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