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berufundfamilie gGmbH
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eine Initiative der
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Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
BMFSFJ
aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds
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Der berufundfamilie-„Dingsda“- Film 1

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Mit diesem international einzigartigen Instrument können Unternehmen ihr Familienbewusstsein messen
Neue Studie belegt erstmals positive BWL-Effekte...
Aus Anlass ihres zehnjährigen Bestehen legte die berufundfamilie gGmbH eine wissenschaftliche Studie vor, die erstmals positive betriebswirtschaftliche Effekte einer familienbewussten Personalpolitik belegt und misst.

Tag der Pflege am 12. Mai – Pflegesensible Personalpolitik im Fokus

berufundfamilie gGmbH stellt insbesondere bei Arbeitgebervorständen mangelndes Engagement hinsichtlich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie fest

Frankfurt am Main, 9. Mai 2012. Am 12. Mai – dem Internationalen Tag der Pflege – wird den Leistungen von Pflegenden gedacht. Der ständig wachsenden Zahl von Erwerbstätigen, die ihre Berufstätigkeit mit der Pflege eines Angehörigen vereinbaren müssen, schenkt derzeit jedoch nicht einmal ein Drittel der Arbeitgeber Beachtung. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage der berufundfamilie gGmbH – eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Sie weist auch auf die Engpässe hin: Eine pflegesensible Personalpolitik scheitert meist in den obersten Chefetagen. Auch weil es angeblich zu wenige Umsetzungshilfen gibt. Die berufundfamilie gGmbH bietet mit einem Schnelltest zugleich eine Einstiegshilfe und ein Planungstool für interessierte Arbeitgeber.

Zurückhaltung bei Unternehmensvorständen, mehr Engagement bei Personalern

Auffällig ist, dass es auf den betrieblichen Hierarchieebenen unterschiedliche Einstellungen bezüglich der Frage gibt, ob Beschäftigte bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege unterstützt werden sollen. Je höher die Hierarchieebene, desto mehr Zurückhaltung zeigt sich. So sind nur 37 Prozent der befragten Unternehmensvorstände der Meinung, dass es Aufgabe des Arbeitgebers ist, durch betriebliche Angebote für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu sorgen. Demgegenüber sehen 47 Prozent der Personalentscheider und knapp 51 Prozent der Abteilungsleiter eine Verantwortung beim Arbeitgeber.

Stefan Becker, Geschäftsführer der berufundfamilie gGmbH, leuchtet diese Diskrepanz ein: „Personaler und auch Abteilungsleiter sind näher am betrieblichen Geschehen und sehen daher eher den Bedarf für eine strategisch ausgerichtete pflegesensible Personalpolitik. Demgegenüber können die Vorstände aufgrund der Distanz oft gar kein genaues Gespür für die Bedürfnisse der Beschäftigten entwickeln. Wir sehen gleichzeitig, dass eine große Zahl der Vorstände sich zwar mit dem demografischen Wandel auseinandersetzt, dessen Auswirkungen aber nicht mit der Frage nach einer verbesserten Vereinbarkeit von Beruf und Pflege verknüpft.“ 

Und das wäre dringend notwendig, denn während laut einer Untersuchung der Universität Hamburg vor 15 Jahren noch 40 Prozent der Pflegenden einer Erwerbtätigkeit nachgingen, sind heute bereits knapp 54 Prozent vollzeit, teilzeit oder zumindest stundenweise erwerbstätig. Die Tendenz ist steigend. Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes wird die Anzahl der Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2030 mit 3,4 Mio. nahezu auf der gleichen Höhe wie die Anzahl der Kinder unter 6 Jahren sein.


Praxishilfe zur Standortbestimmung

Sowohl Vorstände, als auch Personalentscheider und Abteilungsleiter begründen (insgesamt zu 83 Prozent) laut Umfrage der berufundfamilie gGmbH vorhandene Berührungsängste auch mit dem Mangel an Umsetzungshilfen und Praxistipps für den Einstieg in eine pflegesensible Personalpolitik. Um die Arbeitgeber an das Thema heranzuführen und zu stärkerem Engagement zu bewegen, hat die berufundfamilie gGmbH entsprechende Hilfsmaterialien entwickelt. Dazu zählt der Schnelltest Beruf und Pflege „10 Fragen zur Standortbestimmung“. Der Test ermöglicht Arbeitgebern eine erste Einschätzung, inwieweit der Betrieb mit der Pflegeproblematik konfrontiert ist oder dies in Zukunft sein wird. Ermittelt wird der Status quo u. a. durch folgende Fragen: Wie hoch ist der Anteil der 50- bis 65-Jährigen im Unternehmen? Ist ein größerer Teil der Belegschaft im gleichen Alter und wird daher voraussichtlich zeitgleich aus dem Berufsleben ausscheiden? Ist die Einstellung älterer Arbeitskräfte geplant, um den Fachkräftebedarf zu decken? Dem Test ist eine kurze Auswertung angefügt, die den Handlungsbedarf aufzeigt. Abrufbar ist der Test im Internet unter: www.beruf-und-familie.de -> Aktuelles -> Pflegesensible Personalpolitik–Tools für Arbeitgeber.

Über den Schnelltest hinaus bietet die berufundfamilie gGmbH weitere Praxishilfen zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege:

Stufenplan Beruf und Pflege: Übersicht zur systematischen Entwicklung einer pflegesensiblen Personalpolitik

- Maßnahmen-Checkliste: Liste mit über 130 Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

- Publikation 'für die praxis' – Eltern pflegen: Leitfaden für Arbeitgeber, der Maßnahmen erläutert, die das Miteinander von Beruf und Pflege erleichtern, und Best-Practice-Beispiele von Arbeitgebern aufzeigt, die das audit berufundfamilie durchlaufen haben

Kontakt:
berufundfamilie gGmbH
Stefan Becker
Geschäftsführer
Tel.: 069/300 388-511
S.Becker@beruf-und-familie.de

Pressekontakt:
Gemeinnützige Hertie-Stiftung
Marion Bassfeld
Leitung Kommunikation
Tel.: 069/660 756-167
BassfeldM@ghst.de

Silke Güttler
c/o ICPAHL & GÜTTLER
Tel.: 0 69-66 12 48 52
Fax: 0 69-66 12 48 53
e-Mail: S.Guettler@icpahl.de
www.beruf-und-familie.de