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eine Initiative der
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Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
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aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds
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Mit diesem international einzigartigen Instrument können Unternehmen ihr Familienbewusstsein messen
Aktuelles

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Aktuell|Archiv

Verantwortungsvoller Umgang mit dem Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Corporate Social Responsibility, kurz CSR, wird häufig mit ökologischer
Verantwortung produzierender Unternehmen oder auch dem verantwortungsvollen Umgang mit Stakeholdern assoziiert. Doch verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln zeigt sich auch in den Beziehungen zu den Beschäftigten. Arbeitgeber sind in der Verantwortung, einen Ausgleich zwischen dem wirtschaftlichen Interesse des Betriebs und den Wünschen der Belegschaft zu schaffen. Heutzutage ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein essentielles Bedürfnis für viele Beschäftigte. Aber auch aus gesamtgesellschaftlicher Sicht ist das Fördern der Vereinbarkeit von Interesse. Denn die Wirtschaft in Deutschland wird in Zukunft noch weniger als heute auf das Arbeitskräftepotenzial von Männern wie von Frauen verzichten können. Erschwerend kommt hinzu, dass die Wirtschaft hinsichtlich des Fachkräftemangels zukünftig mehr denn je das Potenzial derer in den Blick nehmen muss, die entweder nicht in der Arbeitswelt aktiv bzw. bereits ausgeschieden sind. CSR in Form einer familienbewussten Personalpolitik stellt einen wesentlichen Beitrag dazu dar, diese Potenziale zu nutzen. Sie ist daher eine betriebliche Notwendigkeit und kein Selbstzweck.

Chancen einer familienbewussten Personalpolitik in KMUs

99,6 % aller Unternehmen zählten im Jahr 2012 zu den KMUs, also Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen. Dabei dominierten die Kleinstunternehmen (0–9 Beschäftigte) mit einem Anteil von 90,1 %. Sechs von zehn aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten waren in KMUs tätig. Das sind fast 16 Mio. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Ihren besonderen Stellenwert untermauern KMUs aber auch durch folgendes: Sie bilden 84 % der Auszubildenden aus, ihr Umsatz ist deutlich größer als der der 30 DAX-Unternehmen und sie zählen zu den Unternehmen mit der größten Innovationskraft in Europa. Dennoch stehen KMUs vor Problemen:

  • Der Fachkräftemangel setzt ihnen zu. Sie haben Schwierigkeiten, geeignete neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden.
  • Sie bangen um ihre Konkurrenzfähigkeit im Wettbewerb um Talente.
  • Auch die Sicherung von Fachkräften fällt zunehmend schwer.
  • Der schlagartige Renteneintritt mit 63 erhöht die Personalsorgen.


Die vorliegende Publikation zeigt, welchen Herausforderungen KMUs ausgesetzt sind und welches Potenzial in einer familienbewussten Personalpolitik für deren Bewältigung steckt.

Besondere Herausforderung Hochschule:
Familiengerechte Arbeits- und Studienbedingungen

Mit Beginn des Wintersemesters sind an rund 430 deutschen Hochschulen Beschäftigte und Studierende erneut gefordert, konkrete Lösungen und Wege zu finden, mit denen sie ihren Beruf bzw. ihr Studium mit familiären Verpflichtungen in Einklang bringen können.

Die Bereiche »Studium, Forschung, Lehre« und »Familiengründung oder Betreuung von Familienangehörigen« stehen sich dabei doch meist gegenüber. Warum das eine das andere nicht ausschließen muss und warum die Vereinbarkeit in der Hochschullandschaft ein Querschnittsthema ist, zeigt dieser Newsletter.

Preisverleihung des Ideenwettbewerbs 'Arbeit und Alter'

Können es sich Arbeitswelt und Gesellschaft weiterhin leisten, ältere Beschäftigte abrupt in die Rente zu schicken? „Nein“ lautet die entschiedene Antwort der berufundfamilie gGmbH.

In den nächsten 15 Jahren erreichen mit den Baby-Boomern rund 20. Mio. Menschen das Renteneintrittsalter. Den Arbeitgebern muss daran gelegen sein, dem damit einhergehenden schlagartigen Verlust von Wissen und Kompetenzen mit betrieblichen Lösungen entgegenzuwirken.

Mit dem von der berufundfamilie gGmbH erstmals ausgeschriebenen Ideenwettbewerb „Arbeit und Alter“ werden Arbeitgeber ausgezeichnet, die mit konkreten betrieblichen Vorhaben neue Wege bei der Flexibilisierung des Übergangs von der Erwerbsarbeit in die Rente gehen. 

Weitere Informationen über die Preisverleihung des Ideenwettbewerbs „Arbeit und Alter“

Arbeitgeber übersehen weiterhin die personalpolitische Brisanz des Themas Pflege

Neue Umfrage der berufundfamilie gGmbH zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
Stufenplan bietet Arbeitgebern Unterstützung für eine pflegegerechte Personalpolitik

Frankfurt am Main, 20. November 2014. Nur jeder zweite Arbeitgeber hat sich bislang mit dem Thema 'Vereinbarkeit von Beruf und Pflege' beschäftigt. Nicht einmal ein Drittel bietet nach eigenen Angaben pflegegerechte Maßnahmen an. Bei den Beschäftigten kommt dieses geringe Angebot zudem kaum an: Lediglich 17 % der Beschäftigten bestätigen, dass ihr Arbeitgeber betriebliche Lösungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege anbietet. Diese Lücke und eine weiterhin mangelnde Bereitschaft der Arbeitgeber in diesem Themenfeld aktiv zu werden, deckt die neue Befragung 'Beruf und Pflege' auf.

Als Grund, sich nicht stärker im Themenfeld Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu engagieren, geben 65 % der Arbeitgeber an, dass die Notwendigkeit für betriebliches Handeln erst in ein paar Jahren bestehen wird, wenn die Zahl Pflegebedürftiger weiter zugenommen hat. Stefan Becker, Geschäftsführer der berufundfamilie gGmbH, warnt: 'Mit dieser Haltung verpassen Arbeitgeber eine wichtige Chance, sich rechtzeitig für die Zukunft aufzustellen. Zwei von drei Beschäftigten (69 %) rechnen damit, dass sie künftig einen Angehörigen pflegen werden. Wenn sie keine betriebliche Unterstützung erhalten, wird sich ein nicht unerheblicher Teil dazu entschließen müssen, ihr berufliches Engagement einzuschränken oder sogar ganz aufzugeben. Der personalpolitische Druck wird angesichts des steigenden Fachkräftemangels durch das Pflegethema also unweigerlich und rasant ansteigen.'

 

Link zu weiteren Informationen

Stufenplan 'Beruf und Pflege'

Wie lassen sich die Pflege von Angehörigen und die berufliche Tätigkeit miteinander vereinbaren?
Beim Thema 'Pflegegerechte Personalpolitik' tut sich die Mehrzahl der Arbeitgeber noch schwer. Viele wissen nicht, mit welchen Maßnahmen sie ansetzen sollen. Der von der berufundfamilie gGmbH entwickelte Stufenplan zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege dient Arbeitgebern als praktisches Hilfetool beim Einstieg in das Thema. In vier strategisch aufeinander aufbauenden Stufen listet er über 80 mögliche Maßnahmen, die häufig nur eines geringen Aufwands und geringer Kosten bedürfen.


Vereinbarkeit von Beruf und Pflege Schritt für Schritt

Erste grundlegende Schritte, die helfen, die innerbetriebliche Hemmschwelle deutlich zu senken, bilden Maßnahmen zur Aufklärung und Enttabuisierung

(Stufe 1). Dazu zählen u. a. eine Altersstrukturanalyse und die Sensibilisierung der Führungskräfte für die Thematik.

Auf der zweiten Stufe können erste konkrete Hilfestellungen angeboten werden. Hierzu gehören beispielsweise eine familiengerechte Terminorganisation und Seminare für Pflegende.

Die Erhaltung der Leistungsfähigkeit der Beschäftigten (Stufe 3) kann mit weiterführenden Lösungen anvisiert werden. Angeboten werden können u.a. Unterstützung bei der Bewältigung der 'Pflegebürokratie', alternierende Telearbeit in Notfallen oder auch gesundheitsfördernde Maßnahmen.

Auf der vierten Stufe geht es darum eine pflegegerechte Unternehmenskultur zu leben. Dazu können Maßnahmen, wie ehemalige Pflegende als Mentoren für Betroffene zu gewinnen bzw. finanzielle Unterstützung im Pflegefall zu leisten, maßgeblich beitragen.

 

Vereinbarkeit von Beruf und Pflege nimmt in Hessen Fahrt auf

Das Engagement hessischer Arbeitgeber für eine Vereinbarkeit von Beruf und Pflege nimmt deutlich zu. Ein Indiz dafür ist der große Zuspruch zur hessischen Initiative 'Beruf und Pflege vereinbaren'. Von ihr wurde 2013 die bislang bundesweit einmalige Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege mit 11 Erstunterzeichnern ins Leben gerufen. Seitdem sind 40 Unternehmen hinzugekommen, d.h. im Juli dieses Jahres sind es bereits über 50 Arbeitgeber, die der Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege beigetreten sind und sich zu einer pflegesensiblen Personalpolitik bekennen. Weitere haben sich für eine Unterzeichnung der Charta im nächsten Jahr angemeldet. Damit setzen die Arbeitgeber ein deutliches Signal dafür, dass Sie zur Enttabuisierung von Pflege und zur offenen Kommunikation über das Thema innerhalb des Betriebes beitragen möchten.

Entsprechend suchen immer mehr hessische Arbeitgeber Wege, um Ihren Beschäftigten konkrete Unterstützungsleistungen anzubieten. Diese offeriert die hessische Initiative "Beruf und Pflege vereinbaren" u. a. in Form von Fachveranstaltungen, Kompetenztrainings sowie die Ausbildung zum betrieblichen Pflegeguide.

Weitere Informationen zum Projekt und zum Netzwerk in Hessen finden Sie unter: www.berufundpflege.hessen.de.

Vereinbarkeit weiter denken- Über 300 Arbeitgeber zertifiziert

322 Arbeitgeber wurden am 17. Juni 2014 in der mittlerweile 16. Zertifikatsverleihung der berufundfamilie gGmbH für den erfolgreichen Abschluss des audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule geehrt. Über 700 Gäste feierten im Maritim Hotel Berlin gemeinsam das nachhaltige und vorausschauende Engagement für eine familienbewusste Personalpolitik.

Radiobeitrag zur diesjährigen Zertifikatsverleihung

Reporterin Katja Strippel besucht die diesjährige Zertifikatsverleihung in Berlin.

 

In ihrem Beitrag zum Thema "Audit Beruf und Familie: Immer mehr Arbeitgeber erhalten das Zertifikat" spricht sie mit Zertifikatsträgern, mit Dr. Frank-J. Weise (Vorstandsvorsitzender der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung) und Caren Marks (Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) über die aktuelle Vereinbarkeitsthematik.

 

Link zum Audiobeitrag

Generation Übergang – 20 Mio. Menschen stehen vor dem Ausstieg aus dem Arbeitsmarkt

Bis 2028 werden mit den geburtenstarken Jahrgängen rund 20 Millionen Menschen das gesetzliche Renteneintrittsalter erreichen. Bisher gilt für sie im Prinzip nur ein Modell: Volle Erwerbstätigkeit – dann Ruhestand. Dieser abrupte Übergang wird für den Arbeitsmarkt eine historisch einmalige Zäsur darstellen.

Haben Arbeitgeber diese Entwicklung im Blick? Was erwarten sie von ihren Beschäftigten? Machen sie ihnen Angebote zur Verlängerung ihrer Erwerbstätigkeit? Was wünschen sich Arbeitnehmer hinsichtlich der Arbeit im Alter?

Die berufundfamilie gGmbH – eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – ist in einer repräsentativen GfK-Umfrage unter Arbeitgebern und Arbeitnehmern diesen Fragen nachgegangen und kommt zu ernüchternden Ergebnissen. Es gibt große Diskrepanzen. Doch mehr noch: Die bisherigen Konzepte sind nicht geeignet, die fatale Entwicklung aufzuhalten. 

Die berufundfamilie gGmbH eröffnet hingegen Perspektiven: Es bedarf neuer flexibler Arbeitsmodelle im Alter.

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