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berufundfamilie gGmbH
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eine Initiative der
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Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
BMFSFJ
aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds
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Das Eltern-Kind-Büro am KIT

berufundfamilie-Index
Mit diesem international einzigartigen Instrument können Unternehmen ihr Familienbewusstsein messen

berufundfamilie-Index

 

Entwickelt wurde dieses weltweit einmalige Managementinstrument vom Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik (FFP) im Auftrag der berufundfamilie gGmbH – einer Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – und mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Der berufundfamilie-Index ergibt einen Punktwert zwischen 0 und 100, wobei 100 „sehr familienbewusst“ und 0 „gar nicht familienbewusst“ bedeutet. Das Instrument baut auf insgesamt 21 Fragen auf, über die der Indexwert ermittelt wird. Die Fragen gehen auf alle drei wesentlichen Aspekte des betrieblichen Familienbewusstseins ein:

  • auf den Dialog zwischen Unternehmensführung und Mitarbeitern,
  • auf die Leistung in Form betrieblicher familienbewusster Maßnahmen
  • sowie auf die familienbewusste Unternehmenskultur.

So können Arbeitgeber selbstständig die Stärken und Entwicklungspotenziale der eigenen Personalpolitik in Bezug auf das Familienbewusstsein überprüfen.

 

Lagebestimmung mit dem berufundfamilie-Index

Arbeitgeber, die ermitteln möchten, wo sie selbst mit ihrem Familienbewusstsein stehen können dies online tun unter:

Zum Fragebogen: www.berufundfamilie-index.de.

 

Jeder teilnehmende Betrieb erhält eine detaillierte Auswertung seine individuellen Ergebnisse. Zudem wird der eigene Indexwert – differenziert nach Dialog, Leistung und Kultur – in Relation zu anderen Unternehmen der eigenen Branche und Größe gesetzt.

Entwicklung der familienbewussten Personalpolitik in Deutschland

Wie familienbewusst sind deutsche Arbeitgeber heute eigentlich? Und wie hat sich ihr betriebliches Familienbewusstsein in den vergangenen Jahren entwickelt? Greifbare Antworten darauf geben die Ergebnisse der Befragungen zum berufundfamilie-Index.

Im Jahr 2007 hatte das Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik (FFP) erstmals im Auftrag der berufundfamilie gGmbH Personalverantwortliche bzw. Geschäftsführer von rund 1.000 Unternehmen zu ihrem betrieblichen Familienbewusstsein befragt. Im November 2012 folgte die Wiederholungsbefragung, anhand deren Ergebnisse sich nun die Entwicklung des Familienbewusstseins ablesen lässt.

Es tut sich was: Gestiegenes Familienbewusstsein

Das Familienbewusstsein hat bei den Unternehmen in Deutschland in den vergangenen fünf Jahren um 6,9 Prozent zugenommen – von durchschnittlich 63 auf 67 Indexpunkte. Dabei lässt sich eine Steigerung des Familienbewusstseins quer durch die Unternehmenslandschaft beobachten: Die Gesamtheit der Arbeitgeber hat sich weiterentwickelt – angefangen von den Unternehmen, die bereits vor fünf Jahren stärker in der familienbewussten Personalpolitik aktiv waren, bis hin zu den weniger aktiven.

Familienbewusste Personalpolitik: Sozialklimbim oder harter betriebswirtschaftlicher Faktor?

Bereits in 2007 belegte das Forschungszentrum FFP mit der ersten Index-Befragung, dass eine Unternehmensstrategie, die Beruf und Familie im Einklang bringt, sich betriebswirtschaftlich rechnet.

Die aktuelle Befragung zum berufundfamilie-Index untermauert die positiven Effekte auf wesentliche betriebswirtschaftliche Kennzahlen.

Hinzu kommt, dass sich erhebliche Unterschiede zwischen Unternehmen heraus kristallisieren, die sich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie verstärkt systematisch widmen, und solchen, die sich weniger mit der Thematik auseinander setzen.

Sehr familienbewusste Unternehmen verzeichnen gegenüber Unternehmen mit einem geringen Familienbewusstsein deutlich bessere Kennzahlen.

Luft nach oben – Potenzial in allen Dimensionen

Neben der positiven Entwicklung des Familienbewusstseins deutscher Unternehmen bleibt festzuhalten: Es gibt noch Luft nach oben. Die Differenz zwischen dem ermittelten durchschnittlichen Indexwert von 67 und dem möglichen Höchstwert von 100 offenbart, dass immer noch nicht alle Unternehmen das Potenzial der familienbewussten Personalpolitik ausschöpfen. Verbesserungsmöglichkeiten bieten sich in allen drei Dimensionen der familienbewussten Personalpolitik:

Dialog

Familienbewusste Angebote können nur dann alle betrieblichen Ebenen durchdringen und sich etablieren, wenn sie entsprechend intensiv kommuniziert werden. Ein gutes innerbetriebliches Kommunikationsverhalten kann auch dazu beitragen, im konstruktiven Miteinander weitere Lösungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu finden bzw. zu optimieren.

Leistung

Nicht nur die Quantität der betrieblichen Lösungen ist ausschlaggebend für eine erfolgreiche familienbewusste Personalpolitik, sondern auch deren Qualität und damit auch Passgenauigkeit. Arbeitgeber sollten fortlaufend hinterfragen: Welche Maßnahmen sind tatsächlich zielführend? Können vorhandene Maßnahmen ad acta gelegt werden? Bedarf eine sich möglicherweise verändernde Beschäftigtenstruktur die Konzeption anderer Lösungen?

Kultur

Wird Familienbewusstsein tatsächlich im Betrieb gelebt? Herrscht also ein familienbewusstes Betriebsklima und bestimmt familienbewusstes Handeln die betrieblichen Normen und Werte mit? Wird die Vereinbarkeit von der Unternehmensführung aktiv gestützt? Ist die familienbewusste Personalpolitik auf Kontinuität angelegt? Auch hier – in den Subdimensionen der für die Gestaltung und Zukunft der Vereinbarkeit so maßgeblichen Unternehmenskultur – lassen sich Verbesserungen vornehmen.

Weiter Ergebnisse der repräsentativen Unternehmensbefragung 2012 zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie finden Sie hier:

Praesentation_Status_Quo_Betriebswirtschaftliche_Effekte.pdf [698.72 KB]
Präsentation "Status Quo & Betriebswirtschaftliche Effekte"
Kurzfassung_Unternehmensbefragung_2013.pdf [1.96 MB]
Kurzfassung der Ergebnisse der repräsentativen Befragung
PM_Index_Wiederholbefragung_130304.pdf [87.08 KB]
Pressemitteilung berufundfamilie-Index Wiederholungsbefragung

Best Practice - Aktion in Anschluss an Index-Befragung