Umfrage: Was bewegt kleine und mittelständische Unternehmen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie?

Familienbewusste Personalpolitik ist in den letzten Jahren vermehrt ins öffentliche Bewusstsein gerückt und es gibt inzwischen vielfältige Initiativen, die Arbeitgeber bei der Entwicklung ihrer familienbewussten Personalpolitik unterstützen möchten.
Dabei finden die spezifischen Belange und Anforderungen von klein- und mittelständische Unternehmen nur bedingt Berücksichtigung.
Mit Unterstützung der IHK Halle-Dessau sowie der IHK Koblenz führt die berufundfamilie gGmbH eine Umfrage durch, bei der die Belange der klein- und mittelständischen Unternehmen im Mittelpunkt stehen: Wie stellen sich Geschäftsführer, Inhaber bzw. Personalverantwortliche eine zielgerichtete Unterstützung bei der Umsetzung einer familienbewussten Personalpolitik vor? Welche Themen sind besonders dringlich? Wo werden die größten Hürden gesehen?
Die Umfrage richtet sich an alle kleinen und mittelständischen Unternehmen mit max. 250 Beschäftigten aus den IHK-Kammerbezirken Halle-Dessau und Koblenz. Sie nimmt ca. fünf Minuten in Anspruch und wird selbstverständlich anonym ausgewertet wird.
Machen Sie mit und bringen Sie Ihre Meinung ein!
Schröders neues Familienpflegegesetz -
Schmalspurregelung oder Zukunftsmodell?

Die „meinungsmacher“ live am 25.01.2012 von 21.45 bis 22.30 Uhr aus dem Maintower, Neue Mainzer Straße 52-58, 60311 Frankfurt
Was tun, wenn die Eltern alt und pflegebedürftig werden? Zuhause pflegen und dafür den Job aufgeben? Wer kann sich das leisten?
Immerhin zwei Drittel der Angehörigen entscheiden sich für eine Betreuung zuhause. Die unbezahlte Pflege durch vorwiegend weibliche Familienmitglieder war für die Gesellschaft scheinbar immer die günstigste Lösung. Doch diese Form der Schwerstarbeit wurde bisher kaum gewürdigt. Das soll sich jetzt ändern mit dem Pflegezeit-Gesetz von Familienministerin Kristina Schröder, das seit Anfang des Jahres in Kraft ist: Wer Angehörige zu Hause betreut, soll zwei Jahre lang nur halbtags arbeiten müssen, aber 75 Prozent Gehalt beziehen. Danach gibt es bei Vollzeitarbeit für zwei Jahre jeweils nur 75 Prozent des Lohnes.
Doch das Gesetz setzt auf Freiwilligkeit - für die Arbeitgeber besteht also keine Verpflichtung. Schon kritisieren mittelständische Unternehmen das Gesetz: Zu großer organisatorischer Aufwand und zu hohe finanzielle Risiken. Aber die Zeit drängt, denn das Problem wird immer größer. 2,2 Millionen Menschen in Deutschland sind aktuell pflegebedürftig - Tendenz stark steigend. Und die Pflegekosten werden sich laut OECD bis 2050 verdoppeln.
Ist die Familienpflegezeit ein Schmalspurgesetz ohne Wirkung? Können freiwillige Vereinbarungen pflegende Angehörige wirklich ausreichend unterstützen? Oder führt die Familienpflegezeit vor allem Frauen weiter ins Abseits?
Darüber diskutiert Gastgeberin Bascha Mika mit folgenden Gästen:
Caren Marks, SPD
Familienpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion
Stefan Becker
Geschäftsführer berufundfamilie der Hertie Stiftung
Dr. Franz-Josef Rose
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände, VhU
Link zur Sendung:
Vereinbarkeit von Beruf und Familie:
Das Thema 'Pflege' verstehen und handeln lernen

Mit dem Beginn des neuen Jahres ist die Familienpflegezeitgesetz in Kraft getreten. Die Einführung der Familienpflegezeit sieht vor, dass
Berufstätige sich ohne allzu große finanzielle Einbußen Zeit für Pflege nehmen können und ohne Angst, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Warum die Notwendigkeiten für eine pflegesensible Personalpolitik so groß sind, wie deutsche Arbeitgeber bislang zu dem Thema stehen und wie sie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie schrittweise angehen können, erläutert dieser Newsletter.
In Sorge um die Alten!?
62 Prozent der deutschen Arbeitgeber ignorieren bislang das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

62 Prozent der deutschen Arbeitgeber haben sich bislang noch nicht mit dem Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“ beschäftigt. 71 Prozent können nicht einmal betriebliche Maßnahmen zum Thema benennen. Das sind zwei Ergebnisse der GfK-Befragung zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege, die die berufundfamilie gGmbH – eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – unter 500 Arbeitgebern durchführen ließ und heute in Frankfurt vorstellt. Diese erste repräsentative Umfrage ihrer Art macht den hohen Aufklärungsbedarf bei den Arbeitgebern deutlich: Weder die Vielzahl möglicher Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege noch deren oft einfache und kostengünstige Umsetzung ist bekannt. berufundfamilie präsentiert neben den Studienergebnissen konkrete Lösungen zur optimalen Vereinbarkeit von Beruf und Pflege.
Pflegesensibile Personalpolitik - Tools für Arbeitgeber

Spezielle Materialien, die Arbeitgeber konkrete Unterstützung bei der Einführung und Umsetzung einer pflegesensiblen Personalpolitik geben:
- Mit dem Schnelltest Beruf und Pflege »10 Fragen zur Standortbestimmung« können Arbeitgeber prüfen, welche Relevanz das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege für ihren Betrieb hat.
- Der Stufenplan Beruf und Pflege dient als Übersicht zur
systematischen Entwicklung einer pflegesensiblen Personalpolitik und nennt geeignete Massnahmen, die pflegende Beschäftigte wirksam unterstützen können. - Masnahmen-Checkliste: Liste der Massnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
Die berufundfamilie gGmbH hat uber 130 Einzelmassnahmen
zusammengetragen, die eingesetzt werden konnen um die Handlungsfahigkeit von Pflegenden zu starken, bzw. um Pflegenden Zeit und Spielraum in einer Pflegesituation zu ermoglichen. - Publikation 'Eltern pflegen': Die Publikation der berufundfamilie gGmbH mit dem Titel 'Eltern pflegen' widmet sich der Fragestellung, was Arbeitgeber tun können, wenn ihre Beschäftigten Angehörige pflegen.
Monitor Familienleben 2011

Der "Monitor Familienleben 2011" ergibt: Trotz aktueller politischer Fragen wie Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und Entwicklung des Wirtschaftswachstums bleibt Familienpolitik für die Mehrheit der Menschen wichtig:
Die Förderung junger Familien (53 Prozent) und eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf (47 Prozent) werden häufiger genannt als die Reform des Gesundheitswesens, die Senkung von Steuern oder der Atomausstieg. Aus Sicht der Menschen ist es vor allem die Arbeitswelt, die noch zu wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse von Familien nimmt. 58 Prozent der Menschen und mehr als zwei Drittel der Eltern (67 Prozent) bewerten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als schlecht. Nur wenige Väter haben einen Beruf, der sich gut mit der Familie vereinbaren lässt. Daher ist für 81 Prozent der Väter eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf die wichtigste Aufgabe von Familienpolitik. Denn Väter möchten sich stärker in der Familie engagieren, können es aus Zeitmangel jedoch nicht.
"dasGehirn.info": die neue Adresse im Netz für alle Fragen rund um das menschliche Gehirn
Das neue, unabhängige Informationsportal "www.dasGehirn.info" informiert verständlich und auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft über die Erkenntnisse der Hirnforschung. Regelmäßige Themenschwerpunkte in Text, Grafik, Video und Podcast behandeln Aspekte des Denkens, Fühlens und Handelns. Ein besonderes Feature des Internetmagazins ist das einzigartige 3D-Modell des Gehirns, in dem die Nutzer sich auf Erkundungsreise durch den Kosmos im Kopf begeben können. Das Portal "dasGehirn.info" widmet sich monatlich einem zentralen Thema.
Bundesfamilienministerin startet mit Arbeitgeber-Präsident Hundt Unternehmenswettbewerb "Erfolgsfaktor Familie 2012"

Gesucht werden die familienfreundlichsten Unternehmen in Deutschland: Am 12. Oktober starten die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder, und der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Dr. Dieter Hundt, den Unternehmenswettbewerb "Erfolgsfaktor Familie 2012". Dabei werden Unternehmen ausgezeichnet, die ihre Beschäftigten vorbildlich bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen. Schirmherrin des Wettbewerbs ist Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Neben der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände unterstützen der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) als Partner den Wettbewerb. Die berufundfamilie gGmbH beurteilt als Kompetenzpartner die eingereichten Wettbewerbsunterlagen.
Betriebsrätebefragung der IG Metall zum Thema
"Vereinbarkeit von Familie und Beruf"

Betriebsräte und Belegschaften werden mit den Problemen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf von den Arbeitgebern allein gelassen
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine große Herausforderung in den Betrieben. Dennoch werden weniger als die Hälfte der Betriebsräte vom Arbeitgeber beim Thema Vereinbarkeit unterstützt:
56% erhalten eine weniger gute (39%) oder gar keine Unterstützung (17%). Nur 7% eine sehr gute, 37% immerhin eine gute Unterstützung.
Dies hat eine aktuelle Umfrage der Die IG Metall (August 2011) zum Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ ergeben. Es haben 4.127 von 8.449 angeschriebenen Betriebsräten an der Befragung teilgenommen.
Förderprogramm 'Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung'
Im Rahmen des Unternehmensprogramms fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend seit 2008 aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds mit dem Programm "Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung" die Einrichtung neuer Betreuungsgruppen für Mitarbeiterkinder - bei Hochschulen auch für Kinder von Studierenden - bis zum vollendeten dritten Lebensjahr.

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